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Unterschriften Gegen Bauen im Außenbereich

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 Unterschriften Gegen Bauen im Außenbereich

9.1.18
PRESSEMITTEILUNG des NABU zu der Unterschriftenaktion der Bürgerinitiativen „Gegen Bauen im Außenbereich“ (siehe unten)

 Ausdrücklich unterstützt der NABU die Unterschriftenaktion der Bürgerinitiativen „Gegen Bauen im Außenbereich“. Es ist wunderbar zu sehen, dass so viele Delmenhorster/innen - aktuell rd. 900 - aktiv für den Wert unserer wertvollen Außenbereiche als unsere Lebensgrundlage eintreten.

Der NABU fordert seit vielen Jahren eine verstärkte Innenentwicklung. Trotzdem schreitet der Flächenfraß immer stärker voran, nicht zuletzt um wirtschaftliche Interessen zu befriedigen. Selten erheben sich Zweifel, ob ständige Wachstumsprognosen tatsächlich erstrebenswert und nachhaltig sind.   

Der Erfolg dieser Unterschriftenaktion beweist, dass sich nicht nur „eine Handvoll engstirniger Anwohner und kleingeistiger Weltverbesserer für tote Felder und wertlose Wiesen“ einsetzen. Nein! In der ganzen Stadt zeigen die Menschen mit Ihrem Namen, dass sie ungehindertes Profitstreben ohne Rücksicht auf Natur und Umwelt nicht mehr mittragen wollen. Und dabei geht es nicht um pauschale Ablehnung jeglicher Bautätigkeit, sondern um die ganz konkrete Abwägung von Argumenten.  

Auch der NABU hofft, dass die Entscheidungsträger mit dieser Aktion zum Nachdenken bewegt werden! Kräftige Unterstützung erhalten diejenigen, die sich auch bisher schon für den Schutz der Außenbereiche eingesetzt haben. Manch andere setzen ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel, wenn sie solches vor der Wahl versprochen haben und es jetzt nicht halten sollten.

Der NABU schließt sich dem Appell der Bürgerinitiativen an: Nehmen Sie die Meinung der Einwohner/innen unserer Stadt ernst!   

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Y. Ingenbleek
Referat „Nachhaltige Siedlungsentwicklung”

PRESSEMITTEILUNG der Bürgerinitiativen (inkl. Anhang) - ist Ihnen per Mail zugegangen

Rd. 900 Unterschriften gegen Bauen im Außenbereich

Viel Zuspruch und Unterstützung bekommen die Bürgerinitiativen „Gegen Bauen im Außenbereich“ bei Ihrer laufenden Unterschriftenaktion. Schon rd. 900 Bürger/innen aus der ganzen Stadt haben sich dafür ausgesprochen, dass die wenigen, überwiegend am Stadtrand liegenden, freien Flächen erhalten werden sollen. Diese Delmenhorster sind nicht gegen Neubaugebiete als solche, aber gegen die, für die ohne Not Felder und Wiesen weichen müssen. Das hat auch schon die Demonstration am 12.12.2017 im Rathaus gezeigt.

Außenbereiche sind für den Natur- und Klimaschutz unverzichtbar. Unseren Kindern erklären wir, dass Nahrungsmittel nicht im Supermarkt wachsen. Obwohl wir das wissen, vernichten wir gleichzeitig mehr und mehr fruchtbaren Boden und wundern uns dann über das Insekten- und Artensterben. In Neubautätigkeit wird investiert, während gleichzeitig vorhandene Häuser verfallen und damit unglaubliche Ressourcen vergeudet werden. Profitstreben siegt über die Vernunft, weil jeder nur an seinen kurzfristigen Vorteil denkt. Rechtliche Vorgaben werden missachtet, Natur- und Umweltschutz wird für nebensächlich erklärt.

Die Bürgerinitiativen „Am Heidkamp“, „Menkens Moor“, „Neuenbrücker Weg“ und „Schilfweg“ haben sich zusammengeschlossen, um gegen diesen Trend zu protestieren - und viele Menschen haben sich ihnen angeschlossen! Es sind nämlich nicht nur ein paar eigennützige Anwohner/innen, die sich vor neuen Nachbarn fürchten. Es geht längst um mehr als um einzelne Baugebiete. Die Menschen wollen, dass die Potenziale im Innenbereich ausgeschöpft werden, dass die Stadt in den vorhandenen Wohngegenden schöner wird, bevor im Außenbereich Bagger anrollen.

Die bis jetzt vorliegenden Unterschriften werden am 16.01.2018 dem Planungsausschuss übergeben. In der Sitzung soll über die Baugebiete „Am Heidkamp“ und „Menkens Moor“ (Teil von Langenwisch) entschieden werden. Eine Zustimmung soll verhindert werden. „Wir wollen keine Stadt, die auf Kosten unserer Kinder und Enkel für kurzfristigen Profit ihre natürlichen Ressourcen ausbeutet. Wir wollen, dass unsere Politiker sich verantwortungsbewusst verhalten und nachhaltige Entscheidungen treffen. Wir wollen auch in Zukunft noch Grün in und um unsere Stadt haben. Wir erwarten, dass sich die Politiker mit unseren Vorstellungen auseinandersetzen und den Willen Ihrer Wähler/innen erst nehmen!“

M. Nolze / S. Meyer / S. Schierenbeck / M. v. Seggern